Göttingen-Tag 2014

Im Göttinger Herbst trafen sich Jung und Alt, um an einem gemeinsamen Wochenende Bund und Freundschaft zu erneuern. Neben schönen gemeinsamen Stunden auf dem Haus bei Gesang und Spiel wurde eine gemeinsame Wanderung zur Burg Plesse unternommen. Eine fachkundige Führung brachte dabei neue Erkenntnisse über das altbekannte Gemäuer…

Wie immer viel zu schnell endete die gemeinsame Zeit. Daher auf bald im schönen Göttingen, liebe Freunde!

Rückblick auf das Sommersemester 2014 der Münchener Gilde „Heinrich der Löwe“

Semesterthema: Nachhaltigkeit

10. – 13.04.2014 Akademisches Wochenende (Süd)
24.04.2014 Auftaktbummel
25. – 27.04.2014 Besuch des Göttinger Gildentages
30.04 – 01.05.2014 Mai-Exkursion nach Oberbayern
07.05.2014 Seminar: Technik & Zukunft
14.05.2014 Vortrag: Stoffkreisläufe
21.05.2014 Vortrag: Synthetische Stoffe – Fluch oder Segen?
28.05.2014 Vortrag: Ökologische Stadtplanung und Architektur
05.06 – 10.06.2014 Themenfahrt/Arbeitseinsatz: Permakultur
20.06. – 22.06.2014 Bundestag der Deutschen Gildenschaft
26.06.2014 Besuch: Oper für Alle
03.04.2014 Besuch: Münchener Sommertheater
04.07 – 06.07.2014 Bundesfahrt der Deutschen Gildenschaft
10.07.2014 Vortrag: Regenerative Energiesysteme
12.07.2014 Treffen zur Singerunde
17.07.2014 Vortrag: Die Grenzen des Wachstums – Bericht an den Club of Rome
24.07 – 25.07.2014 Semesterabschlussfahrt in die Alpen
16.08 – 06.09.2014 Sommerfahrt auf den Balkan

Rückblick auf das Sommersemester 2014 der Gilde „Trutzburg Jena zu Göttingen”

25.-27.04.14 53. Göttinger Gildentag
24.04.14 Semestereröffnung und Angrillen
02.-04.05.14 Frühlingsfahrt ins Eichsfeld
08.05.14 Theaterausflug ins Junge Theater Göttingen
15.05.14 Aktivenabend mit Vortrag: „Schnelles und langsames Denken – die Rolle von Heuristiken bei unseren Entscheidungen“
22.05.14 Frühmorgendliche Vogelwanderung
05.06.14 Literarischer Abend auf dem Lande
12.06.14 Aktivenabend mit Vortrag: „Entstehung geistiger Getränke“
13.-15.05.14 Bauwochenende und Garteneinsatz
19.06.14 Aktivenabend mit Vortrag: „Möglichkeiten und Gefahren fortgeschrittener Maschinenintelligenz“
20.-22.06.14 Bundestag der Deutschen Gildenschaft
26.06.14 Aktivenabend mit Vortrag: „Namibias Weg zur Unabhängigkeit“
27.-29.06.14 Alpenfahrt mit Passauer und Münchner Gilde
03.07.14 Aktivenabend mit Vortrag: „Südafrika – vom Burenkrieg zur Rainbow Nation“
17.07.14 Aktivenabend mit Vortrag: „China – Erlebnisbericht aus dem Reich der Mitte“
10.07.14 Aktivenabend mit Vortrag: „Die neoreaktionäre Philosophie des Mencius Moldbug“
18.07.14 Film- und Singeabend „Sound of Heimat“
24.07.14 Gildenabend zum Semesterabschluss – „Balladen- und Gedichteabend“

Akademisches Wochenende Süd 2014

Eine alte Mühle im fränkischen Umland von Nürnberg, war die Stätte, welche sich die Münchner Gilde „Heinrich der Löwe“ für ihr Akademisches Wochenende auserkoren hatte. Nicht nur die Idylle der umgebenden Landschaft, auch die Mauern des historischen Gebäudes schienen den Geist des Themas dieses Wochenende zu atmen: Nachhaltigkeit.AKW_Süd_2014_6

Bereits am Donnerstag wurde die Mühle aus ihrem Schlummer gerissen, als die Münchner mit angereisten Freunden dort ihr Quartier bezogen. Nachdem man zuerst den Leib mit einem ersten gemeinsamen Abendessen gestärkt hatte, sollte auch die Seele nicht zurückstehen, was in Form der einen oder anderen  Flasche guten Weines innerhalb einer Einführung in die Weinkunde  auch geschah. Für den nächsten Tag hatte sich der Großteil der Teilnehmer angekündigt, und bis zu ihrem Eintreffen nutzten die bereits Anwesenden die Gelegenheit, unter ihnen auch einer der Dozenten, Thomas Moritz, mit ein paar Drahteseln, welche in der Mühle aufgetrieben werden konnten, zu einer kleinen Fahrradtour Richtung Dinkelsbühl aufzubrechen. Nach der Rückkehr ging es in kleiner Runde mit dem ersten Vortrag los. Thomas’ Thema waren „Betrachtungen zu einem Nachhaltigkeitsprojekt im Alpenraum“. In sehr offener und persönlicher Weise stellte er sein Projekt KINEME vor, welches nicht nur die Vision einer menschlichen und natürlichen Nachhaltigkeit in sich barg, sondern auch die Rückbesinnung auf traditionelle Werte und spirituelle Bedürfnisse des Menschen in den Mittelpunkt stellte. Seine Begeisterung war ansteckend und verhalf so zu einem guten Start in das Wochenende. Im Laufe des Nachmittags stießen nun mehr und mehr Teilnehmer hinzu, darunter alte Bekannte und neue Gesichter, was den geistigen und persönlichen Austausch beflügelte. Nach dem ersten Abendessen in großer Runde gab Reinhold Erlbeck, seines Zeichens Ministerialdirigent a.D., in seinem Vortrag „Nachhaltigkeit – eine Einführung“ einen Einblick in die Thematik am Beispiel des Rohstoffes Holz. Zuerst brachte er Klarheit in die Begrifflichkeiten, welche an diesem Wochenende noch eine zentrale Rolle einnehmen sollten, angefangen bei dem Begriff der Nachhaltigkeit selbst, dessen verantwortlichen Gebrauch er besonders anmahnte. Durch seine Erläuterungen schaffte es Herr Erlbeck den Blick für die Gesamtheit des Themas zu schärfen. Im Anschluß folgte ein geselliger Abend, welcher die Mühle mit Gesang und dem Klang der Klampfen erfüllte. Am nächsten Morgen fanden sich einige wenige sogar zum gemeinsamen Frühsport zusammen und stießen erst später zum Frühstück, welches die Grundlage für einen inhaltsreichen Tag bildete.

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Den Anfang machte Herr Prof. Dr. Volker Wittwer. Mit seinem Thema „Regenerative Energieträger und ihre Chancen für die Zukunft“ ließ er uns Zuhörer an seiner jahrzehntelangen Forschung und Erfahrung im Bereich der Solarenergie teilhaben. Mit fundiertem Zahlenwerk legte er dar, daß die regenerative Energie nicht nur langfristig die einzig tragfähige Energieoption sei, sondern, dem Argument der Unwirtschaftlichkeit entgegen, auch die finanziell günstigere Lösung im Vergleich zu fossilen Energiequellen. Im weiteren Verlauf des Tages kamen die Teilnehmer in Arbeitsgruppen zusammen, um auf verschiedenen Themengebieten Beispiele, Lebensentwürfe und Problemstellungen von Nachhaltigkeit zu erarbeiten.

Die Natur sollte anschließend auch das Ziel einer kleinen Wanderung sein, welche allen Teilnehmern die Gelegenheit gab, die Diskussionen zu dem bereits Gehörten zu vertiefen oder auch Geist und Seele einfach über Felder und Wälder streifen zu lassen.

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Nach dem Abendessen stellten die Arbeitskreise ihre Themen vor, deren Schwerpunkte breitgefächert waren, über mahnende Beispiele aus der Historie, wohin ein Raubbau an Lebensgrundlagen führen kann, von Aussteigerbiographien über Krisenszenarien bis zu alternativen Modellen der gemeinschaftlichen Lebensbestreitung. Die Vorträge waren gut aufgearbeitet, und sowohl die Vortragenden als auch die Zuhörer beteiligten sich engagiert an den Diskussionen, wie bereits bei den vorangegangenen Vorträgen. Den Ausklang des Tages bildete wieder das Zusammensein bei Gesang und gutem Tropfen. Für den letzten Tag hatten sich die Münchner ein besonderes „Schmankerl“ einfallen lassen. So gab es zum Auftakt ein zünftiges Weißwurstfrühstück, und so gestärkt ging man auch den letzten Vortrag an. Leider mußte der geplante Referent aus Gesundheitsgründen absagen, doch dafür wurden die Teilnehmer mit einem Reisebericht über die Kaukasusfahrt in Georgien entschädigt, welcher mit viel Witz und zahlreichen Fotos dargeboten wurde. Nach einem letzten gemeinsamen Mittagessen hieß es Abschied nehmen von einem bereichernden Wochenende an einem wunderschönen Ort. Doch versprach die Münchner Gilde ein Wiedersehen beim nächsten Akademischen Wochenende im folgenden Jahr. Das erste hat zweifellos Lust auf mehr gemacht.

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Göttinger Gildentag 2014

Im schönen Eichsfeld trafen sich alle Generationen der Göttinger Gilde zur Feier des diesjährigen Gildentags – fern von städtischem Trubel auf einem kleinen aber feinen Schloss, das schon so oft der Anlaufpunkt für unsere Treffen war.

Unser Wochenende begann mit einem gemeinsamen Essen und einer Singerunde, auf  die ein Abend voll intensiver Gespräche alter und neuer Bekannter folgte. Frisch gestärkt begann am darauffolgenden Morgen das Thing und nach einem Mittagessen gingen wir auf eine längere Wanderung in die blühende Eichsfelder Natur.

Die abendliche festliche Feierstunde mit Gesang und Tanz rundete den gemeinsamen Tag ab. Nach der wie üblich kurzen Nacht begann am Sonntagmorgen die akademische Feierstunde mit dem Totengedenken, der ein historischer Vortrag über Kontinuitäten und Brüche der verschiedenen europäischen Identitäten im Laufe der Jahrhunderte folgte.

Beschwingt und bereichert von den gemeinsamen Erlebnissen, Gesprächen und Gesang machten sich die Teilnehmer nach einem abschließenden gemeinsamen Essen auf den Rückweg … bis zum nächsten Gildentag!

Bundestag der Deutschen Gildenschaft 2014

Im Kreise der „großen Familie“ aller Gildenschafter aus Deutschland und Österreich verbrachten wir ein schönes gemeinsames Wochenende in Bad Kissingen, das am Freitagabend mit einer gemeinsamen Feierstunde und ausgiebigem Singen am Feuer seinen Anfang nahm.

Nach Thing und ausgiebigem Mittagessen folgte die akademische Feierstunde, in der mit der Lesung aus Soldatenbriefen dem Ausbruch des ersten Weltkrieges vor 100 Jahren gedacht wurde. Die musikalische Untermalung und Auswahl zeitgenössischer, aber auch aktueller Feldpostbriefe gab unserem Gedenken an die „Urkatastrophe des zwanzigsten Jahrhunderts“ einen würdigen und bewegenden Rahmen.

Während der anschließenden Wanderung durch die blühende fränkische Natur floss das eben Gehörte und Erlebte in bereichernde Gespräche zwischen Jung und Alt, die bis zur abendlichen Feierstunde nicht enden sollten. Bei gutem Essen, Wein, Tanz und Gesang ließen wir die Nacht zum Tage werden und feierten die Gemeinschaft.

Nach der wie üblich recht kurzen Nacht stand neben starkem Kaffee der Festvortrag an. In diesem Jahr ein wissenschaftliches Referat über Chancen und Grenzen des „Whistleblowing“ im deutschen Rechtssystem. Trotz der komplexen rechtlichen Materie verstand unser Gastdozent es gut, den Anwesenden juristischen Laien sein Thema nahezubringen und so uns zu kontroversen Diskussion zu bewegen.

Das gemeinsame Mittagessen und ein Abschlusskreis im der Frühlingssonne beendeten schließlich unser gildenschaftliches Familientreffen.

Rückblick auf das Wintersemester 2013/14 der Gilde „Gorch Fock“

Der Hamburger Gildentag 2013 im herrlich sommerlichen Brandenburgischen wies schon in die Richtung unseres Semesterthemas. Wir hatten die Zeit von vor hundert Jahren aufleben lassen, setzten dies in gewisser Weise beim Hohen Meißner-Treffen im Herbst fort und wollten das ganze mit dem künstlerischen Aspekt abrunden. Und so lautete unser Thema im Wintersemester (13/14): „Kunst und Architektur der klassischen Moderne“.
Da wir uns also bereits in das zweite Jahrzehnt des vergangenen Jahrhunderts eingeschwungen hatten, fiel es nicht weiter schwer, uns in die Zeit nach der Jahrhundertwende und vor dem 1. WK einführen zu lassen, wie sich aus dem Kaiserreich die Voraussetzungen für Moderne entwickelten. Der nächste Abend brachte uns wenig später den Jugendstil in seinen verschiedenen Facetten näher, der nicht nur Ableger in Europa aufzuwies, sondern unter Aufgabe von Symmetrien sich vom Einzelkunstwerk verabschiedete. So gibt es Beispiele, die das gesamte Haus, von der Architektur, der Raumgestaltung und -ausstattung bis hin zu Möbeln, Besteck und Geschirr umfaßten. Der Film über die bildende Kunst der Moderne auf Arte am nächsten Gildenabend fand keine ungeteilte Zustimmung, da er aus unserer Sicht nicht ausreichend ausgewogen war. Wie üblich wurde der Jahreskreis mit dem schon zur lieben Gewohnheit gewordenen weihnachtlichen Schrottwichteln und grundsolidem Grünkohl nebst kleiner Feuerzangenbowle beschlossen.
Im neuen Jahr stellte sich dann Picasso vor, der nicht nur ein gelernter Künstler war und die klassische Malerei bestens beherrschte, sondern dessen unglaubliche Kreativität sich zeitlebens in neuartigen Stilen und Formen ausprägte, ohne dabei die erlernten Techniken völlig zu vergessen.
Im Anschluß daran konnten wir am Entstehen der Fotografie als eigenständiger Kunstform teilhaben, dem Piktoralismus als „malerischer Fotokunst“. Spannend, wie die Wahrnehmung der allerersten Fotos auch den Umgang damit veränderte und gleichzeitig auf die klassischen Künste zurückspiegelte. Ein weiterer Vortrag handelte über den Expressionismus und seinen bekannten Künstlervereinigungen „Die Brücke“ und „Die blauen Reiter“ mit Beispielen aus der Malerei, Architektur und bildenden Kunst.
Das letzte Referat dieses Semesters widmeten wir schließlich dem Werkbund, der seine Ausprägung direkt in Firmengründungen fand und noch über das Bauhaus und das Industrie Forum Design bis in die heutige Zeit hineinwirkt. Durchaus für Heiterkeit sorgte dabei eine kleine Ausstellung an Alltagsgegenständen, die wir aus dieser Zeit mitgebracht hatten, die teilweise sehr deutlich ihre Entstehungszeit erkennen ließen, von denen einige aber bis in unsere Tage unbekümmert in Gebrauch sind.
Zum aktiven Semesterabschluß trafen wir uns im Hamburger Kontorhausviertel zu einer architektonischen Stadtführung. Hier sind die Einflüsse der Moderne auf die Architektur an diversen Gebäuden wie beispielsweise dem Chilehaus auch heute noch gut erkennbar. So ging ein künstlerisches Semester wieder einmal in großer Runde zu Ende und wir konnten uns auf ein entspanntes Sommersemester mit Bundestag freuen.

Rückblick auf das Wintersemester 2013/14 der Gilde „Fidelitas Karlstein“

Semesterthema: Internationale Organisationen

13.10. Fahne hissen
18.10. Hauseinsatz
20.10. Gildenabend
22.10. Stammtisch der Korporationen
24.-26.10. 31. Stiftungsfest
27.10. Aktivenabend
03.11. Gildenabend
10.11. Aktivenabend
15.11. Rhein-Main Kommers
17.11. Gildenabend
24.11. Feuerzangenbowle
01.12. Aktivenabend
03.12. Adventstrefen bei Müller-Kinet
08.12. Gildenabend
13.12. Weihnachtsfeier
15.12. Aktivenabend
12.01. Gildenabend
19.01. Aktivenabend
23.01. Hausmusikabend
26.01. Gildenabend mit Semesterthemenwahl
02.02. Aktivenabend
07.02. Hauseinsatz
09.02. Gildenabend / Fahne einholen
13.02. Abkneipe

Rückblick auf das Wintersemester 2013/14 der Gilde „Fidelitas Karlstein“

Semesterthema: „30 Jahre DHG Fidelitas-Karlstein. Eine Verbindung im Wandel“

12.-13.10. Workshop
14.10. Fahne hissen
21.10. Gildenabend
25.-27.10. 30. Stiftungsfest
28.10. Gildenabend
04.11. Gildenabend
09.11. Hauseinsatz
11.11. Gildenabend
18.11. Gildenabend
25.11. Feuerzangenbowle
02.12. Aktivenabend
04.12. Adventstrefen bei Müller-Kinet
08.12. Weihnachtsfeier mit Winterwanderung
09.12. Gildenabend
16.12. Aktivenabend
06.01. Gildenabend
11.01. Hauseinsatz
13.01. Aktivenabend
20.01. Gildenabend
24.01. Hausmusikabend
27.01. Aktivenabend
03.02. Gildenabend
07.02. Abkneipe
10.02. Gildenabend mit Semesterthemawahl
14.02. Fahne einholen

Rückblick auf das Wintersemester 2013/14 der Gilde „Trutzburg Jena zu Göttingen”

Semesterthema: „Allgemeinbildung – Was man wissen muss, um zu verstehen“

18.-20.10.13 4. Akademisches Wochenende
24.10.13 Aktivenabend zum Semesterbeginn und Konvent
31.10.13 Aktivenabend zur Geschichte der Deutschen Gildenschaft
07.11.13 Studentisches Singen der Göttinger Korporationen
14.11.13 Aktivenabend mit Vortrag: „Wie kommen die vielen Redensarten in unsere Sprache?“
15.11.-17.11.13 Alpenwochenende: Gründungsfeier der Gilde Heinrich der Löwe zu München
21.11.13 Aktivenabend mit Vortrag: „Wozu schlafen wir eigentlich?“
22.11.13 Film- und Gesprächsabend: „Hannah Arendt“
28.11.13 Aktivenabend mit Vortrag: „Verhindern Volksbräuche Krankheiten?“
05.12.13 Aktivenabend mit Vortrag: “ Wie manipuliert uns Werbung?“
08.12.13 Adventstreffen bei unseren Altgildnern
12.12.13 Aktivenabend mit Vortrag: „Videos in Wellenform – W-Lan und andere mysteriöse Alltagstechnik“
19.12.13 Traditioneller Julklapp
20.12.13 Winterwanderung mit gemütlicher Einkehr
09.01.14 Aktivenabend mit Vortrag: „Von Wahlverwandtschaften und Leiden – ein literarischer Goetheabend auf dem Dorfe“
16.01.14 Aktivenabend mit Vortrag: „Stilepochen – Woran erkenne ich sie?“
23.01.14 Aktivenabend mit Vortrag: „Was ich schon immer wissen wollte – Alltagsfragen…“
30.01.14 Aktivenabend mit Vortrag: „Heidnische Spuren in christlichen Festen?“
06.02.14 Semesterabschluss – Balladen- und Gedichteabend

Rückblick auf das Wintersemester 2013/14 der Münchener Gilde „Heinrich der Löwe“

Semesterthema: „Emergenz“

18. – 20.10.2013 Besuch des Akademischen Wochenendes der Deutschen Gildenschaft
24.10.2013 Gildenabend mit Vortrag – Emergenz: Einführung
30.10.2013 Gildenabend mit Vortrag – Emergenz: Mensch und Masse
07.11.2013 Gildenabend mit Vortrag – Emergenz: Universum
14.11.2013 Gildenabend – Vorbereitung des Hüttenwochenendes
15.-17.11.2013 Hüttenwochenende mit Wiedergründung der DHG Heinrich der Löwe
21.11.2013 Gildenabend mit Vortrag – Emergenz: Klimamodelle
28.11.2013 Gildenabend – Diskussion interner Themen
30.11.2013 Besuch Filmfestival „Reisen“
05.12.2013 Besuch eines Münchener Weihnachtsmarktes
13.12.2013 Weihachtsfeier der DHG Heinrich der Löwe
14.12.2013 Gildenabend mit Exkursion – Emergenz: Ökosysteme in der Praxis
09.01.2014 Gildenabend mit Vortrag – Emergenz: Reduktionismus
10.-12.01.2014 Neujahrsfahrt ins Münchener Umland
24.01.2014 Semesterabschluss

Akademisches Wochenende Nord 2013

Drum macht das Leben groß!  

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Ein herrliches Wochenende liegt hinter uns – reich an Begegnungen, Inhalt und Freude!

Inmitten der rötlich-gelben Herbstlandschaft des Eichsfelds trafen wir uns in alten Schlossgemäuern und verlebten ein gemeinsames Wochenende, dessen Besonderheit wohl in Erzählungen nur bruchstückhaft widergegeben werden kann und dessen Stimmung dem Nicht-Dabeigewesenen verschlossen bleibt…

Waren es die zahlreichen gut vorbereiteten AGs, der Elan von Referenten und Teilnehmern, die uns die Zeit vergessen ließen?

Waren es die Gespräche und Begegnungen, die uns neue Horizonte und Sichtweisen ebenso wie Freundschaften eröffneten?

War es vielleicht der Tanzkurs im Gewölbekeller, der uns ausgelassen der Musik folgen ließ, waren es die langen Singrunden bei Wein und Gitarrenklang an der im Kerzenschein leuchtenden Tafel, die uns das hektische Treiben des Alltags vergessen ließen?

War es der teils verstörende, teils unglaublich spannende Vortrag des abenteuerlustigen Reporters über die Kämpfe in Syrien, der uns angesichts der Ausweglosigkeit der Lage dort nachdenklich werden ließ?

Nur wer dabei gewesen ist, weiß, wovon wir sprechen, und weiß,

warum wir uns im nächsten Jahr wiedersehen werden!

Und über uns am Himmel ziehn lockend im Gewimmel Zugvögel dem Süden zu…

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In der herbstlichen Ferne unser Hoher Meißner…

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Vortragsbericht: „Mit Billy Six im Orient“

„Lieber Wolfram & Co! Danke für die Einladung, es war sehr spannend, den eigenen Horizont auch in Deutschland zu erweitern, und zu sehen, dass es auch hier Spannendes zu sehen gibt. Mal ganz ohne Krieg. Beste Grüße vom „Wander-Billy““

 

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Mit diesen kurzen Zeilen bedankte sich unser Referent des Akademischen Wochenendes 2013 für unsere Einladung. Schon die wenigen Worte lassen die starken Kontraste erkennen, die sowohl Billy Six‘ Vortrag selbst als auch seine Reisen und Erlebnisse prägen. Wer hätte gedacht, dass aus dem einstigen Vermögensberater ein abenteuerlustiger Kriegsreporter wird, der kein Risiko scheut, um Land und Leute im Nahen Osten kennenzulernen. Von Anfang an hatte uns junge Gildenschafter seine unkonventionelle und undogmatische Berichterstattung fasziniert. Reine Abenteuerlust gekoppelt mit dem unbedingten Wunsch, die Wahrheit aus dem Chaos des Syrischen Bürgerkriegs zu destillieren – das imponierte uns allen.

Im Rahmen seines Vortrags schilderte Billy unter anderem den wachsenden Einfluss der radikal-islamischen Kräfte in Syrien. Diese erlebte er, im Gegensatz zu der oftmals verbreiteten Meinung, nicht nur als ausländische Gotteskrieger, sondern auch als syrische Sunniten, die auf Seiten der Rebellen gegen die Regierung von Assad kämpfen. Da er sich bei diesen Gruppen als Mohammedaner ausgab, wurden ihm Einblicke zuteil, die für den normalen westlichen Reporter niemals möglich wären – einen Kampf für die Demokratie führen diese Rebellen nicht.

Doch der Aufenthalt im Krisengebiet bescherte Billy nicht nur positive Erinnerungen. Eine zufällige Exkursion in das Umland einer Stadt rettet ihn vor einer Bombe, die sein Quartier zerfetzt. Als eine weitere Bombe das regionale Hauptquartier der Rebellen zerstört, das er kurz zuvor besucht hatte, wird er zum ersten Mal gefangengenommen. Mit großem Glück, Redetalent und Allahs Hilfe kann er sich aus dieser Situation lösen. Redetalent allein reicht bei der Gefangennahme durch Regierungstruppen dann nicht mehr aus. Sie halten Billy für einen Spion der Rebellen und sperren ihn in das berüchtigte Armee-Gefängnis in Damaskus. Dort beginnt eine lange Zeit des Wartens und der Ungewissheit. Geschlagen wird er nicht, Hoffnung auf Freiheit gibt es jedoch auch nicht. Erst nach langen diplomatischen Bemühungen wird er in den Libanon freigelassen.

Als sich Billy von uns verabschiedet, erzählt er schon von seinen nächsten Reisen nach Ägypten und dem waghalsigen Gedanken, vielleicht wieder gen Syrien vorzustoßen. Inzwischen dokumentiert er laut seiner Berichte zum erneuten Male das zunehmende Chaos im Libanon. Für uns sind das nicht nur gute Nachrichten: Bewegt er sich hier schon in der Verantwortungslosigkeit? Wie viele politische Kontakte und Beziehungen wird uns als Deutsche seine nächste Gefangennahme kosten? Ein bürgerliches Leben scheint für Ihn aktuell jedoch nicht denkbar. Wir wünschen Ihm unabhängig von diesen Fragen viel Erfolg bei seinen Reisen und hoffen bei anderer Gelegenheit wieder seinen spannenden Erzählungen lauschen zu dürfen.

Lieber Billy, Hals und Beinbruch!